Götter

Ich habe mir vorgenommen so umfangreich und ungeschönt wie möglich, über die Geschichte unserer Welt und die unserer hochheiligen Asen und anderen Götter zu berichten. Dabei will ich mir Mühe geben, nichts wegzulassen, was ich in Erfahrungen bringen und in unseren Schriften finden konnte. Gleichwohl will ich versuchen meine Schilderungen so zu halten, dass sie übersichtlich bleiben und für euch, interessierten Leser, nicht zu langatmig werden.

Beginnen will ich ganz am Anfang, und so kann ich mich nur auf wenige Schriften stützen, die belegen, was der Allgemeinheit in den Volkssagen bekannt ist. Fortzufahren gedenke ich mit der Beschreibung unserer Gottheiten, die über weite Teile des nördlichen Midgards veehrt werden.

Regionale Unterschiede in den Veehrungen, Un- oder sogar Missglauben der einzelnen Völker des Nordens will ich an dieser Stelle jedoch nicht aufgreifen. Hier sei auf das Teilwerk über "Die Völker" Midgards verwiesen.

Weiterhin will ich vom finsteren Utgard, der Randwelt, berichten, in welchem die scheusslichen Riesen und Trolle hausen, welche seit jeher den hochheiligen Asen und Vanen in ihrer Grobschlächtigkeit und ihrem Hass nachsetzen. Dem größten aller Asen und dem neben Odin am meist verehrtesten Gott im nördlichen Midgard gilt demgegenüber der fortfahrende Teil meines Werkes: dem mächtigen Göttersohn Thor, dessen Reisen ins gefährliche Utgard ich nicht ausser Acht zu lassen vermag.

Fenris, dem verstoßenen Wolf und den garstigen Zwergen gilt ein weiterer Teil und vom Anfang allen Endes will ich berichten.

Schon vermag der vorausschauhende Leser an die Sage vom Frühlingsgott Baldr zu denken und Recht hat er, wenn er hinter diesen Zeilen die grausige Reise ins Todesreich der Hel vermutet. Auch will ich Friggs und Odins Trauer nicht verschweigen, nicht das abstoßende Verhalten der Riesen und auch nicht den Verrat des Loki an den Asen. Der letzte Teil dieses Buches soll dann die Götterdämmerung beschreiben, den großen Kampf zwischen den Asen, Menschen, Riesen und den Zwergen und der Hel. Wohl will ich es der großen Seherinn unter den Wipfeln gleichtun und vom Ende der Esche künden und euch erzählen, wie die flackernde Lohe alles verbrennt..

Nicht alles was geschrieben steht und das, was sein wird, muss zueinander passen. Und doch, so wissen wir seit Anbeginn der Zeit, ist das Schicksal unumgänglich, die Zeit nicht aufzuhalten und Allvaters Geist nicht zu überlisten. Selbst die größten unter den Göttern und selbst Frigg, die allwissende, die ihr Wissen niemals preis gibt, können das verhindern, was einst seien wird. Doch ich schweife ab und strafe meinen Worten zu Beginn bereits jetzt Lügen. So lasst uns nun, geneigter Lesen, zum eigentlichen Teil meines Werkes übergehen....

© Welt-von-Midgard.ch
Design by Arcain, Layout & Programming by Quick_silver